Freitag, 5. Oktober 2007

Escalante River Hike

Heute Vormittag sind wir trotz bereits heraufziehender dunkler Wolken am Escalante River entlang gehiked und mussten den Fluss auch insgesamt 5x überqueren. Beim Ausstieg der 4. Überquerung schreckte Michaela eine kleine, braune Schlange auf, die sich rasch aus dem Staub machte. Trotzdem bin ich erst mal ziemlich erschrocken. Da ich aber wusste, dass wir denselben Weg wieder zurück mussten, hab ich meinen Mund gehalten und Michaela nichts von der Schlange erzählt – denn sonst wäre sie möglicherweise nicht mehr mit zurückgekommen. Und DAS Risiko wollte ich dann nicht wirklich eingehen. Auf dem Rückweg hielt ich schon Ausschau nach Miss River Snake, weil ich vermutet hatte, dass sie an dieser Flussüberquerung wohnt und deshalb noch immer da sein würde. Und siehe da, sie enttäuschte mich nicht. Gott sei Dank hatte sie sich schon etwas weiter vom Weg entfernt platziert, so dass Michaela den Fluss gefahrlos wieder als Erste überqueren konnte. Ich folgte ihr, wobei ich noch etwas flussabwärts ging, um unsere neue Freundin zu fotografieren.


Ach ja: Der Hike war übrigens super. Die dunklen Wolken, die Herbstfarben der Bäume und die roten Felsen waren eine paradiesische Kulisse und wieder mal ein Traum für den Hobbyfotografen.



Erdkunde

Etwas Geologie muss sein. Speziell wenn man sich hier in Utah rumtreibt, wo es ja von National Parks und National Monuments nur so wimmelt.

Man muss sich die Anordnung der National Parks in etwa so vorstellen: Am höchsten liegt das Capital Reef und die Canyonlands. Deren tiefste Punkte sind in etwas so hoch wie die höchsten Punkte des Zion National Parks. Dessen tiefster Punkt liegt wiederum so hoch wie der höchste Punkt des Grand Canyon.

Wenn man sich das nun bildlich vorstellt, sieht das Ganze so aus wie eine Treppe mit 3 Stufen. Deswegen nennt man das ganze Gebiet auch Grand Staircase.

Und weil das Gebiet um Escalante so groß ist und alle diese Stufen mit einschließt, heißt es mit vollem Namen Grand Staircase Escalante National Monument.

Escalante

Im relativ unbekannten Escalante National Monument waren wir nun schon zum 3. Mal. Man kann also sicherlich sagen, dass dies eine unserer Lieblingsgegenden ist. Und wir hatten wieder das Glück auf dem kleinen (nur 16 Stellplätze), aber sehr feinen Campingplatz Calf Creek einen der letzten beiden freien Plätze zu bekommen. Auch hier sind wir nun schon zum 3. Mal und ja, auch dieser Campingplatz ist einer unserer Favorits.


Der Blick von unserer Campsite (man beachte das luxuriöse Toilettenhäußchen):


Man sagt auch, dass es hier vom Calf Creek Campground den klarsten Sternenhimmel in ganz Amerika sieht. Das können wir zwar nicht bezeugen (weil wir ja noch nicht überall in Amerika waren), aber dass der Sternenhimmel von diesem Campground aus sensationell ist, dass ist Tatsache! Vor lauter Sternen sieht man oft nicht mal mehr die wenigen noch bekannten Sternbilder. Unglaublich!

Donnerstag, 4. Oktober 2007

Die Narrows

Nachdem wir den Zion National Park am Dienstag quasi 1x von unten nach oben und wieder zurück durchwandert haben, haben wir uns den Canyon gestern der Länge nach vorgenommen. Zuerst mit dem Shuttle Bus vom Campingplatz ganz im Süden bis zur letzten Haltestation im Norden, dann den Riverside Walk (den jeder macht) und von da aus im Virgin River (mit Neoprensocken) weiter nach Norden hinein in die Narrows. Die Narrows heissen so, weil sie so sind – nämlich sehr eng. Die Wände dieses Teils des Canyons sind teilweise keine 5 Meter voneinander entfernt und über 50 Meter hoch. Sich in diesem Teil des Canyons immer wieder durch den Fluss zu kämpfen war ein echtes Highlight!

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Zion National Park

Die mächtigen, oft fast senkrecht abfallenden Felsen des Zion National Parks haben uns sofort wieder in ihren Bann gezogen. Da mussten wir dann auch gleich einen „richtigen“ Hike machen. Und zwar von ganz unten im Tal nach ganz oben zum Observation Point. Zuerst 500 Höhenmeter rauf und anschließend wieder runter – das tat am Ende dann schon richtig weh. Aber es hat sich auch definitiv gelohnt. Das Wetter war ideal und die Ausblicke grandios. Take a look:

Impressionen aus dem Death Valley

Aus Michaela's Blickwinkel:

Die Nebenwirkungen des Sturmes:

Und ich bei meiner Lieblingsbeschäftigung:

Montag, 1. Oktober 2007

Valley of Fire

Vom toten Tal fuhren wir ins Tal des Feuers. Hier sieht es wirklich so aus, als hätte jemand einen Farbkasten über die Felsen geschüttet. Immer wieder ein Highlight.

Doch dieses Mal hatten wir kein Glück mit dem Campingplatz (das gute Wetter hatte die Amerikaner übers Wochenende ins Valley gelockt). Da es im Umfeld von 50 km keinen alternativen Campground gibt, verbrachten wir die Nacht in einem Gebiet, in welchem wildes Campen erlaubt ist. Wir bauten unser Zelt auf dem freien Feld auf und sammelten Steine für eine kleine Feuerstelle, um unsere Würstchen zu braten. Das Bier war ja dank unserer Riesenkühlbox eh gut gekühlt… Am nächsten Morgen fuhren wir zurück zum offiziellen Campground und siehe da, die ganzen Wochenendausflügler waren weg. Wir suchten uns ein nettes Plätzchen und dann genossen wir die lang ersehnte Dusche und den anschliessenden faulen Nachmittag auf dem (Luxus-)Campingplatz (mit Sonnendach) ausgiebig.