Am Samstag gab’s ein spätes und ausgiebiges Frühstück bevor wir Sonja und Mike in Cork vom Flughafen abholten. Von dort fuhren wir direkt weiter nach Cork City, um dort auf den English Market zu gehen. Dort haben wir an den Delikatessenständen so richtig zugeschlagen und uns mit Gemüse, Käse, Wurst und Brot für die nächsten 3 Tage eingedeckt. Zurück in Kinsale wurden die ganzen Köstlichkeiten angerichtet und anschließend genüsslich verspeist!
Dienstag, 1. Januar 2008
Silvester – Teil 2
Silvester – Teil 1
Über die Silverstertage hatten wir Irina, Sonja, Andi und Mike als erste Besucher aus Deutschland (naja, zumindest sind sie alle in Deutschland geboren, auch wenn aus diesem Kreis mittlerweile nur noch Irina unserer Heimat treu geblieben ist und die anderen in Solothurn bzw. New York leben) hier in Kinsale zu Gast. Da wir ja selbst noch neu sind in diesem Land, hatten wir natürlich noch kein „Standardprogramm“ für Besucher in der Hinterhand und ließen es ganz langsam angehen. Im Nachhinein hätten wir es nicht besser planen können.
Irina und Andi kamen am Freitag fast zeitgleich mit uns in Cork an, von wo wir dann mit dem 7-sitzigen Mietwagen und unserem Auto zu unserem Haus fuhren. Dort packten wir nur kurz unser Gepäck aus, fuhren dann nach Kinsale rein und zeigten Irina und Andi unsere neue Heimatstadt. Am frühen Abend gingen wir dann ins Man Friday um leckeres Seafood zu essen und ließen den Abend schließlich zuhause gemütlich ausklingen.
Welcome Avery!
Nach den Weihnachtsfeiertagen bin ich für nur einen Abend nach Regensburg gefahren (davor bin ich mit Mike nach Nürnberg gefahren, wo wir mit unserem fränkischen Kumpel Tommi traditionell im Karstadt Steaks gegessen haben – für mich definitiv die Steaks des Jahres 2007!). Wie gesagt war ich nur einen Abend in Regensburg (leider), aber genau diesen Tag hat sich Miss Avery Reagan North entschlossen zur Welt zu kommen. Da sich der stolze Papa Will uns umgehend darüber informiert hatte, luden wir ihn doch gleich abends zum Italiener ein, um diesen Anlass mit Jörg (der mir vorher noch einen ordentlichen Haarschnitt verpasst hat), Tobi, Stephan, Tom, Tina und Prosecco, viel Wein und Zigarren gebührend zu feiern.
Im Fränkischen nennt man diese Art Umtrunk ja auch „brunzen lassen“. Sinn ist es, dass alle Beteiligten extra viel trinken, damit das Neugeborene mit einen gesunden Stoffwechsel gesegnet wird (Sonja, Ute, Tommi, korrigiert mich, falls ich eure fränkischen Traditionen hier nicht 100%ig korrekt wiedergebe).
Weihnachten
Zu Weihnachten schenkt man sich in Irland Christmas-Crackers. Die kann man in jedem Laden kaufen, denn das ist das Standardgeschenk, ohne das hier gar nichts geht. Denn schließlich kommen aus den Crackern die albernen Weihnachtshüte oder –kronen, die man dann überlicherweise solange trägt, bis sie sich von selbst auflösen. Damit meine Kumpels Andi, Schoppi, Fuzzy, Arndt, Mike und das Luder in den Genuss echter irischer Weihnachts-Cracker kommen, bin ich an Heiligabend nach Deutschland geflogen und nach Oberschwaben gefahren, wo ich die ganze Bande dann am 1. Weihnachtsfeiertag zum traditionellen „Siedler von Großcatan“ und dem anschließenden Christbaumloben getroffen habe. Gut das meine Eltern mal wieder einen sehr schönen Christbaum hatten, den man ausgiebig loben (und dementsprechend viel Schnäpse trinken) konnte. Herrlich!
Apropos Weihnachten: Man sagt, die Iren würden 2 Tage im Jahr ganz besonders genießen: Weihnachten und den Sommer…
Sonntag, 16. Dezember 2007
Irische Gemütlichkeit
Ein spanischer Tourist fragte einmal einen Iren, ob es in Irland ein ähnlich dehnbares Zeitverständnis gebe, wie das spanische „manana“ (morgen). Um Himmels willen, antwortete der Ire entsetzt. So etwas Dringliches gibt es bei uns nicht.
So erzählt es die Legende. Dass das Zeitverständnis der Iren tatsächlich etwas anders ist als das der meisten Europäer, haben wir diese Woche schon leidlich erfahren müssen. Wir wollten nur mal schnell unser Auto aus der Werkstatt abholen (die Batterie war kaputt) und hatten trotz dringlicher Warnungen nur 30 Min. eingeplant, tatsächlich hat es dann aber doch fast 2h gedauert, bis wir unser Auto endlich in Empfang nehmen konnten. Und dass obwohl wir nicht ganz blauäugig rangegangen waren und vorher angerufen hatten, ob das Auto auch wirklich schon fertig sei. Dies wurde uns dann auch bestätigt. Als wir dann in der Werkstatt vorstellig wurden, wusste der freundliche junge Herr dann aber nichts davon und meinte, dass sie die Batterie lediglich noch füllen müssten (komisch, bei einer neuen Batterie) und dass das allerhöchstens 30 Min. dauern würde. Das nahmen wir gerade noch in Kauf. Allerdings war das Auto auch nach den 30 Min. nicht fertig und die Info lautete dann: allerspätestens in 15 Min. Und so ging das immer weiter. Tatsächlich war es so, dass die irischen Kollegen bis zu dem Zeitpunkt als wir in der Werkstatt auftauchten noch nicht mal mit der Reparatur angefangen hatten und uns quasi ins Gesicht gelogen haben.
Für einen Deutschen (mir wurde hier schmerzlich bewusst, dass ich doch ziemlich deutsch bin) ist das natürlich sehr ärgerlich, was auch den Iren nicht entgehen konnte, da wir unserem Unmut nach einer gewissen Zeit Luft machen mussten, ansonsten wären wir geplatzt. Zumindest haben die Iren sich dann kulant gezeigt und uns keine Arbeitszeit berechnet, weil wir so lange warten mussten. Wir werden wohl noch viel lernen müssen…
Sonntag, 9. Dezember 2007
Locals
Da wir nun schon zum 2. Mal da waren und der Eintritt doch immerhin 3.70 Euro pro Person kostet, haben wir mal gefragt, ob es für Einheimische (Locals) nicht einen Spezialtarif gibt. Der freundliche ältere Mann am Eingang ist erst nicht weiter darauf eingegangen, hat die Eintrittskarten ausgestellt und nebenbei einen Monolog über die Geschichte des Forts gehalten. Am Ende hat er dann jede Eintrittskarte einzeln beschriftet und wir dachten schon, dass dies die übliche ineffiziente irische Art ist. Aber dann stellte sich heraus, dass er uns „Spezialtickets“ ausgestellt hat, die uns 1 Jahr freien Eintritt gewähren – zum Preis einer normalen Eintrittskarte. Sehr nett. Nun fühlen wir uns ein bisschen mehr wie „richtige“ Kinsaler und gehören wieder ein bisschen mehr zu den richtigen „Locals“. Und als richtiger Einheimischer geht man am Sonntagnachmittag auf ein oder zwei Pints ins Bulmans…
Sir Walter Raleigh
Sir Walter Raleigh war Gründer und Verwalter des US Bundesstaates Virginia und ist schuld, dass wir in unserer Kantine jeden Tag Kartoffeln vorgesetzt bekommen. Denn


