Montag, 12. Januar 2009

Die O’Donovan Dynastie

Nach über einem Jahr haben wir nun erfahren, dass der O’Donovan-Clan – auf dessen Grund wir wohnen – noch viel grösser ist als uns bisher bekannt war. Wir hatten uns mit unserem Nachbar Plumber John über die Finanzkrise unterhalten, welche die Iren knallhart und über Nacht getroffen hat, als er seinen Bruder Paddy (!) als Beispiel anführte, der bis Mitte letzten Jahres noch 6 Leute in seinem Elektriker-Betrieb beschäftigte, und nun nur noch 2 Angestellte hat. Ein Bruder namens Paddy? Wir wussten bisher nur von Brian (unserem Vermieter, der sich ja bekanntlich in Australien aufhält), Michael (der mit dem 1 Million-Euro-Haus nebenan, der mittlerweile – wegen der Finanzkrise – auch wieder in Australien lebt, weil es dort mehr Arbeit gibt) und eben dem Plumber John (der immer genügend Arbeit hat - wahrscheinlich, weil er alle Sanitären Anlagen so schlampig gebaucht hat, wie die in unserem Haus – weshalb wir ihn in 16 Monaten bestimmt 10x anrufen mussten, weil die Heizung oder der Boiler mal wieder nicht funktionierte). Aber von einem Paddy war bisher nie die Rede. Tja, nun wissen wir, dass der vierte Nachbar (die Eltern wohnen ja auch gleich gegenüber) ein weiterer Bruder ist. Und weil wir grad dabei waren, hat er uns noch von Paul erzählt, der in dem Haus neben John wohnt. Also sind wirklich alle Häuser hier draußen im Umkreis von 500 Meter im Besitz der O’Donovan Dynastie. Und wir sind genau mitten drin! Sieht so aus als wären wir hier noch größere Exoten, als uns bisher bewusst war.

Sonntag, 4. Januar 2009

Land ohne Jahreszeiten

Iren behaupten zwar, dass man in Irland darauf gefasst sein muss, dass man alle 4 Jahreszeiten an einem einzigen Tag erlebt, aber das stimmt so nicht wirklich. Diese Fehleinschätzung ist wohl auf die Unwissenheit der Iren zurückzuführen, was echte Jahreszeiten sind. Hier in Irland scheint man davon auszugehen, dass der Wechsel zwischen Sonne und Regen, zwischen Temperaturunterschieden von 5-10C° und den seltenen Augenblicken der Windstille, schon extreme klimatische Unterschiede darstellen – natürlich weil sie es nicht anders kennen. Als wir am 3. Januar von Deutschland nach Irland geflogen sind, hatten wir morgens minus 10C° in Deutschland und mittags plus 6C° in Irland. Im Vergleich dazu hatten wir im Juli plus 16C° in Irland gegenüber plus 32C° als wir in Regensburg ankamen. Im Gegensatz zu den armen Iren, die weder einen richtigen Winter noch einen richtigen Sommer haben, sind wir Kontinentaleuropäer also schon reich beschenkt - mit gleich 4 echt unterschiedlichen Jahreszeiten.

Und weil wir das zu schätzen wissen, kommen wir ja auch sowohl im Winter wie im Sommer gerne mal nach Deutschland, um diese Extreme zu genießen. Hier noch ein paar Winterimpressionen (aus Ischgl in Österreich, wo wir Silvester verbracht haben).









Und weil’s so schön war, auch wenn’s thematisch grad nicht ganz passt, hier noch ein weitere Bilder unseres Besuchs auf dem Festland.



Dienstag, 23. Dezember 2008

Weihnachtsquiz

Jeder kennt diese Reportagen aus Amerika, in denen sie diese völlig überzogenen und eigentlich gar nicht mehr festlichen Außenbeleuchtungen an Wohnhäusern zeigen.

Die Iren würden zwar niemals zugeben, dass sie etwas aus Amerika kopieren würden, tatsächlich stehen sie den Amerikanern aber in Nichts nach – zumindest nicht, was die Weihnachtsbeleuchtung anbelangt.

Und nun die Quizfrage: In welchem der 4 Häuser auf diesem Bild wohnen keine Iren?

Für alle die uns noch nicht besucht haben, noch ein bisschen Hintergrund. Es gibt auf dem Hügel, auf dem wir wohnen, nur 4 Häuser. Also, welches von den 4 Häusern ist unseres?



Richtig, das einzelne Haus ganz rechts, wo ein ganz einsames kleines Lichtlein brennt. Die 3-Häuser-Kombination, die noch am ehesten an eine Autobahntankstelle bei Nacht erinnert – oder aber an ein Spielcasino in Las Vegas – das sind unsere freundlichen irischen Nachbarn.


Sonntag, 21. Dezember 2008

Südafrika - Top 37

2 Monate hat es mich gekostet, die Top 37 zusammen zu stellen – nicht zu fassen, dass der Südafrika-Trip schon wieder so lange her ist. Zum Glück sind die Bilder noch immer frisch – auch in unseren Köpfen.

Um direkt zum Album zu kommen, einfach auf die Diashow klicken. Dann könnt ihr auch die Größe der Bilder individuell anpassen. Viel Spaß!




P.S.: Fragt mich nicht, warum gerade wieder 37 Fotos - scheint einfach die ideale Zahl zu sein.


Sonntag, 14. Dezember 2008

Maximilian und der Nikolaus

Zum kleinen Maximilian kam auch nach Irland der Nikolaus - obwohl es den Nikolaus ja in Irland eigentlich gar nicht gibt. Vielleicht war’s ja auch der deutsche Nikolaus, der kurz mal auf einen Sprung vorbei geschaut hat. Irgendwo über dem Ärmelkanal scheint er aber den Knecht Ruprecht verloren zu haben, denn von dem war nicht das geringste Zeichen zu sehen. Wir werden es wohl nicht rausfinden. Tatsache ist, dass die beiden Stiefel, die am Eingang des Highfield Houses platziert wurden, am nächsten Morgen prall gefüllt waren und der Kleine eine Riesenfreude mit seinem neuen Spielzeug hatte.





Und am Abend haben wir den Nikolaus bzw. den Santa Claus in Kinsale nur um ein paar Minuten verpasst. Dafür haben wir die „Frau vom Nikolaus“ gesehen - eine Frau mit rotem Mantel und roter Zipfelmütze, die Maximilian unbedingt aus der Nähe sehen wollte und sich dann Meter für Meter immer näher an sie heranpirschte, bis er direkt vor ihr stand. Die Frau war etwas irritiert, über so viel unverhohlener Aufmerksamkeit, bis ich ihr erklärt hatte, dass Maximilian sie für die Frau des Santa Claus hielt. Das fand sie dann sehr lustig.

Sonntag, 7. Dezember 2008

Barcelona

Letztes Wochenende waren wir in Barcelona. Und stellt euch vor, wen wir da getroffen haben! Na das ist doch, das ist doch – ist das nicht der, der, na sag schon…


Ronaldinho? Richtig! Der stand da auf den „Las Ramblas“ rum, hat ein bisschen mit dem Ball jongliert und seine Kunststücke vorgeführt. Und ich dachte, der wäre nach Mailand gewechselt!?!? Pustekuchen!

Ansonsten hatten wir das Wochenende über viele viele Tapas und mehr als ausreichend Rotwein und ganz viel Gaudi.




In unserem Hotel waren gerade mexikanische Wochen… Ist zwar komisch, in Spanien mexikanische Wochen zu haben, weil die Kultur für uns ja doch sehr ähnlich ist. Aber das mexikanische Bier - Pacifico Santa Clara, das ich schon aus Amerika von Mike kannte - an der Hotelbar schmeckte hervorragend. Das fanden wohl auch Archie und Jeannette aus London, mit denen wir uns dort bis 4 Uhr morgens prächtig amüsiert haben.


Sonntag, 23. November 2008

Quiz

Ein Table (oder auch Pub) Quiz ist hier in Irland eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Am Tag der Quizveranstaltung, treffen sich Teams von 4 bis 10 Personen in Pubs, um gegen andere Teams anzutreten. Pro Team (bzw. Tisch, um welchen die Teammitglieder sitzen) ist eine Startgebühr fällig, welche in den Topf geht, der dann als Preisgeld ausgeschüttet wird. Es soll hier in Irland sogar professionelle Teams geben, die sich die Veranstaltungen mit den höheren Preisgeldern aussuchen, um dort richtig abzusahnen.

Wir hingegen haben das als Teamabend mit ein paar Kollegen gemacht. Der letztes Jahr eingeführte „Amazon Sports & Social Club“ hat die Organisation übernommen und auch gleich den Quizmaster gestellt. Natürlich standen Michaela und ich hoffnungslos auf verlorenem Posten, denn bevor wir so richtig begriffen, um was es eigentlich genau ging, waren die ersten beiden (von insgesamt 10) Runden schon vorbei. Immerhin hat unser Team(The 4 Non Blondes) mit Max und Fiona am Ende dann noch kräftig aufgeholt – auch wenn wir über einen 6. Platz (von 9 Teams) nicht hinausgekommen sind. Immerhin haben wir bei den Sport-, Geographie und Literaturfragerunden als eines der besten 3 Teams abgeschnitten.



Spaß gemacht hat es allemal und zu trinken gab es ja auch genügend – auch die Getränke waren gesponsert vom Amazon Sports & Social Club…