Wir schliefen bis 12h und verabschiedeten uns so schnell es ging von Fiona (um es kurz und schmerzlos zu halten), saßen schon im Auto, als wir merkten, dass wir unsere kleine Kamera vergessen hatten. Also mussten wir noch mal klingen und eine bereits tränenüberströmte Fiona machte auf. So lange hatte sie es geschafft, die Tränen zurück zu halten und nun war es doch noch zu früh gewesen. Also verabschiedeten wir uns noch mal und fuhren dann tiefschweren Herzens los in Richtung Galway. Um den Abschiedsschmerz etwas zu lindern, überlegten wir schon auf der Fahrt, wann und wie wir vielleicht wieder auf einen Kurzbesuch nach Cork kommen würden...
Donnerstag, 5. Februar 2009
Abschied – Teil 2
Wir schliefen bis 12h und verabschiedeten uns so schnell es ging von Fiona (um es kurz und schmerzlos zu halten), saßen schon im Auto, als wir merkten, dass wir unsere kleine Kamera vergessen hatten. Also mussten wir noch mal klingen und eine bereits tränenüberströmte Fiona machte auf. So lange hatte sie es geschafft, die Tränen zurück zu halten und nun war es doch noch zu früh gewesen. Also verabschiedeten wir uns noch mal und fuhren dann tiefschweren Herzens los in Richtung Galway. Um den Abschiedsschmerz etwas zu lindern, überlegten wir schon auf der Fahrt, wann und wie wir vielleicht wieder auf einen Kurzbesuch nach Cork kommen würden...
Mittwoch, 4. Februar 2009
Schneechaos in England
Im Fernsehen wurde von einer Stadt berichtet, in welcher aufgrund des starken Schneefalls die Gasversorgung ausgefallen war. Damit die Bewohner der Stadt bei den – für Engländer – extremen Temperaturen (um den Gefrierpunkt) nicht (er-)frieren mussten, beschloss die Stadtverwaltung alle Bewohner mit elektrischen Heizlüftern zu versorgen, damit sie ihre kaum isolierten Häuser wenigstens etwas erwärmen können. Allerdings haben sie dabei nicht in Betracht gezogen, dass all diese Heizlüfter zur gleichen Zeit laufen würden, weshalb nach kurzer Zeit auch die Stromversorgung wegen Überlastung zusammenbrach. Also taten die Engländer, was sie scheinbar immer tun, wenn sie nicht so genau wissen, was zu tun ist – sie gehen ins Pub. Dort traf man sich also und beratschlagte, was denn nun am besten zu tun sei. Einer der Dorfältesten (wahrscheinlich hatte er schon ein oder mehrere solche Winter erlebt) überraschte die völlig verdatterten, jüngeren Bewohner mit seinem Ratschlag, einfach einen Pullover mehr anzuziehen und ein Pint Bier weniger zu trinken und stattdessen ein Müsli zu essen. Darauf ist sonst keiner gekommen... Und warum? Weil hier in England (und natürlich auch in Irland) jeder als Softie gilt, der sich einen dicken Pullover oder gar eine noch dickere Winterjacke anzieht. Echte Kerle tragen auch im Winter T-Shirt und richtige Frauen kurze Röcke ohne Strumpfhosen – im Freien wohlgemerkt. Die spinnen, die Briten...
Übrigens ist unser guter alter TT - trotz 11 Jahre alter Sommerreifen - einwandfrei durch das „Schneechaos“ gekommen.
Donnerstag, 29. Januar 2009
Madison Square Garden

Wir versuchten in der Menge weiter unseren Weg zum Bahnhof (dachte ich zumindest) zu finden, als wir plötzlich vor den Drehkreuzen standen, die auf die Zuschauerränge des Madison Square Garden führen. Ich war gerade dabei, mich neu zu orientieren – weil wir ja dort offensichtlich nicht weiterkamen – aber Mike schob mich weiter auf die Drehkreuze zu und drückte mir eine Eintrittskarte in die Hand… Dieser Wahnsinnige, hatte doch tatsächlich schon vorab Tickets für dieses Spiel besorgt (Freikarten über einen Geschäftspartner) und dann alles so eingefädelt, dass wir „zufällig“ sehr früh zum Abendessen gehen – und das „zufällig“ im koreanischen Viertel, gleich neben dem Madison Square Garden. Zum Glück hat Mike es verpasst, mein Gesicht zu fotografieren, als er mir die Karte in die Hand drückte, denn ich habe in dem Augenblick bestimmt nicht besonders intelligent geschaut (Augen aufgerissen, Kinnlade runtergefallen und unfähig einen Satz zu formulieren). Unglaublich! Von einer Sekunde auf die andere war ich im „Garden“ beim Spiel der Knicks gegen die Houston Rockets!
Und am Ende gewannen die Knicks sogar noch knapp, was dazu führte, dass die gesamte Arena Kopf stand, denn Houston war der große Favorit und hatte fast das gesamte Spiel über geführt. Eine sagenhafte Stimmung, denn die Knicks sind nicht gerade vom Erfolg verwöhnt. Weitere Highlights waren natürlich die New York City Cheerleaders und der wohl berühmteste Dauerkartenbesitzer für die Spiele der Knicks, John McEnroe.


Der stand zwar nur kurz von seinem Platz in der ersten Reihe auf und winkte ins Publikum - als ihn Billie Jean King (eine Frauentennislegende) auf das Parkett gezogen hatte - aber es war nicht zu übersehen, dass John McEnroe hier in New York Heldenstatus genießt. Einmal kurz winken und das ganze Stadion erhebt sich zur Standing Ovation. Wahnsinn! Und wir waren live dabei…
Montag, 26. Januar 2009
Lido Beach 7
Freitag, 23. Januar 2009
Homeless
Michaela ist für die nächsten Tage bei Fiona in Cork untergekommen, wo die beiden für die nächsten 5 Tage eine WG haben werden, während ich „Homeless in New York“ bin und in Mike’s sensationellem Strandhaus Zuflucht gefunden habe. Danach ziehe ich auch für 3 Tage bei Fiona ein (und diese Zeit dann in das leerstehende Haus ihrer Eltern, die hauptsächlich in Edinburgh leben), bevor wir die Heimreise nach Kontinentaleuropa antreten.
Unser Hab und Gut ist auf dem Weg nach Deutschland und wird diesen Samstag bei meinen Eltern abgeliefert und eingelagert. Die irischen Möbelpacker bekommen dabei Unterstützung von einem deutschen Kollegen, damit es auch ja keine Verständigungsprobleme gibt und die Kollegen verstehen, wo die ganzen Umzugskisten gestapelt und die Schränke aufgebaut werden sollen. Und weil die irischen Kollegen einen so klasse Job beim Einpacken gemacht haben, habe ich meine Mutter gebeten, ihnen eine ordentliche Brotzeit oder Mittagessen zu besorgen, worauf sie sich schon sehr freuen.
Freitag, 16. Januar 2009
Mission erfüllt
Natürlich sind die 18 Monate in Irland viel schneller vergangen als gedacht. Es kommt mir vor, als wäre es gestern gewesen, als ich den ersten Eintrag in diese Blog geschrieben habe.
Wir haben viel erlebt, beruflich viel erreicht, viele neue Menschen getroffen und einige Freunde gefunden.
Gestern war nun mein letzter Arbeitstag (Michaela muss noch bis zum 30. Januar durchhalten), am Dienstag kommen die Möbelpacker und am Donnerstag flieg ich erst mal für 5 Tage zu Mike nach New York (Yiiiiipieeeh!). Am Abend von Michaela’s letztem Tag geben wir noch eine Abschiedsparty und werden dann unser gutes altes Auto wieder zurück nach Deutschland fahren. Dort werden wir letzte Vorbereitungen für unser nächstes Abenteuer treffen: 3 Monate Afrika!
Mitte Mai – rechtzeitig zum Riedlinger Flohmarkt – werden wir dann wieder zurück sein und entschieden haben, wohin die nächste längere Reise gehen wird. Momentan stehen Amerika und Australien ganz oben auf der Liste.
Vielleicht hat uns bis dahin aber auch das Arbeitsfieber schon wieder gepackt und wir wollen unbedingt unser Zelt wieder mit einem Büro tauschen. Naja, das ist wohl eher unwahrscheinlich, aber man weiß ja nie, wie sich die Dinge entwickeln – und wir waren ja auch noch nie so lange auf Reisen.
Wir werden euch natürlich auch über die neuen Abenteuer auf dem Laufenden halten und dazu einen neuen Blog aufsetzen.
Abschied – Teil 1
Der Abschied von den Menschen hier in Irland fällt uns bei Weitem schwerer als vermutet. Wir waren doch nur 18 Monate hier! Wie können einem manche Menschen dann so ans Herz wachsen? Vielleicht liegt es am Hang zur Dramatik, den die Iren lieben und pflegen (nicht umsonst kommen einige der ganz großen Schriftsteller aus Irland).
Und so verwundert es eigentlich nicht, dass meine Kollegen am Ende meines letzten offiziellen Team-Meetings gestern noch einen dramatischen und bewegenden Abschied vorbereitet hatten. Und ich Idiot hatte wirklich geglaubt, dass ich am Ende des Tages einfach so durch die Tür spazieren und Goodbye sagen kann, ohne große Verabschiedungszeremonie. Im Nachhinein kann ich gar nicht glauben, dass ich wirklich so blauäugig war. Aber ich hatte wirklich nicht im Geringsten damit gerechnet und so war die Überraschung umso größer. Es kamen wirklich ALLE meiner Kollegen aus dem Management und Support Team in den Meetingraum, der für so viele Leute natürlich viel zu klein war. Schon da war ich sprachlos und als dann auch noch eine Ansprache plus Geschenkübergabe folgte, bekam ich glaub ich nicht mehr viel mehr heraus als ein großes Dankeschön.
Und bei den Geschenken haben sie sich wirklich was einfallen lassen: Eine (richtig schöne) Uhr (weil ich seit Jahren keine Uhr trage), ein Trikot des lokalen Rugby Teams (und amtierenden Rugby Champions League Siegers) mit meinem Namen und der Nummer 18 hinten drauf (für 18 Monate, die wir in Irland waren) und eine Karte, auf der jeder einen Abschiedsgruß hinterlassen hat (die hab ich erst heute Vormittag gelesen und musste ungefähr 5x Pause machen, weil es mir immer wieder die Tränen in die Augen getrieben hat und ich nichts mehr sehen konnte). Soweit Teil 1 des Abschieds aus Irland. Hoffen wir mal, dass die nächsten Teile etwas leichter werden.

