Samstag, 12. Januar 2008

Lieblingsläden

Heute waren wir – wie schon vergangenen Samstag – auf Erkundungstour in Kinsale. So ganz neu ist das natürlich alles nicht mehr, obwohl wir immer wieder neue Gassen, Ecken und Läden entdecken. So langsam aber sicher kristallisieren sich unsere Lieblingsläden heraus. Da wäre als erstes der kleine Delikatessenladen Mange Tout in der Hauptstrasse (Pearse Street), wo es frischen französischen Käse, Fisch, belegte Croissants und herrliche Ciabatta-Brötchen gibt. Im schnuckeligen Bookstor kann man wunderbar in Bildbänden stöbern und sich über die aktuellen Events in Kinsale informieren. Und den Blumenladen liebt natürlich vor allem Michaela…


Sonntag, 6. Januar 2008

Wie geht’s Aussie?

Gute Neuigkeiten: Aussie (der Hund, der uns letzte Woche auf unserer kleinen Wanderung zum Meer und schließlich bis zum Charles Fort begleitet hat – und dann von einer sehr resoluten Frau mit dem Auto abgeholt wurde) geht’s gut. Wir wissen nun, in welchem Haus er wohnt, wer sein Herrchen ist und warum er öfter mal bei uns vorbei schaut.

Also, Aussie ist eineinhalb Jahre alt und wohnt bei unseren Nachbarn weiter die Straße runter. Sein Herrchen ist Brother Michael (der Bruder unseres Vermieters Brian), der Aussie immer auf der Ladefläche seines Pick-up`s mitfahren lässt. Brother Michael ist ein sehr netter Nachbar, der sich sehr um unser Wohlergehen kümmert. Funktioniert etwas nicht oder brauchen wir etwas, rufen wir Michael an. Bisher konnte er immer helfen. Michael hat uns auch erzählt, dass Aussie noch immer Sehnsucht nach seinem Schwesterchen hat, dass bis September hier im Haus gewohnt hat und dann an eine Familie am anderen Ende Südirlands abgegeben wurde (als unsere Vermieter nach Australien gezogen sind). Schade eigentlich, wir hätten vielleicht auch ganz gut auf Aussie’s Schwesterchen aufpassen können. Naja, zumindest kommt ja Aussie oft genug vorbei und wir können mit ihm spielen. Nun wissen wir ja auch, dass es ihm gut geht.

Der Hammer! Im Moment als ich das hier tippe, kommt er gerade auf der Terrasse angewackelt – und holt sich ein paar Streicheleinheiten ab…

Erster Skype mit Mama Baer

Am Freitagabend war es endlich so weit. Michaela funkte ihre Mutter in Regensburg über Skype an und die beiden konnten sich erstmals per Videokonferenz von Macbook zu Macbook unterhalten. Das wurde dann natürlich auch gleich zu einer ausgiebigen Besichtigung der Küche (inklusive der Vorratsschränke sowie der Präsentation des sich gerade im Backofen befindenden Essens genutzt. Super!

Es hat sich also definitiv gelohnt, dass wir über die Weihnachtstage das Wireless Netzwerk bei den Baers in Regensburg installiert haben. Und es scheint, dass dies nur der Startschuss zu einer intensiven Skyperei wird. Denn schon einen Tag später hat Mama Baer selbst „den Hörer“ in die Hand genommen und aktiv angerufen. Und das obwohl sie bis vor ein paar Tagen noch nie etwas mit einem Computer zu tun hatte. Hut ab!







Apropos erste Skypes: Meine „Fanny“ Oma feierte am 22. Dezember ihren 86. Geburtstag, weshalb ich sie natürlich anrief. Nur dass ich dieses Jahr meinen Vater beauftragt hatte, alles fürs Skypen vorzubereiten und dann meine Oma vor den Computer zu setzen, so dass ich sie (und sie mich) während des Gesprächs auch sehen konnte. Sagenhaft, was man heutzutage alles mit einem Computer machen kann! Meine Oma ist absolut begeistert und wollte am Neujahrstag unbedingt dabei sein, als meine Eltern mich angerufen haben. Ich glaube, an sie hat den Weg von ihrer Wohnung zum Wohnzimmer meiner Eltern an diesem Tag in Rekordzeit geschafft…

Achtung Heiß!

Plumber John hat volle Arbeit geleistet! Der Öltank ist wieder voll und das Wasser richtig heiß! Wir kommen fast gar nicht mehr raus aus der Dusche… Vorbei sind damit auch die Zeiten als wir uns gegenseitig das Badewasser mit heißem Wasser aus dem Wasserkocher in der Küche nachfüllen mussten. Nun kommt das heiße Wasser direkt aus dem Hahn. Da macht der Whirlpool erst so richtig Spaß!

Mittwoch, 2. Januar 2008

Öl alle

Kaum hatten wir erstmals das Haus voller Gäste, ist auch schon das Öl alle! Da konnte nur noch einer helfen: Plumber John! Ein Anruf und 3 Minuten später stand er vor der Tür, um uns vor dem Kältetod zu retten. Na gut, so schlimm wär’s wahrscheinlich nicht gekommen, schließlich haben wir ja noch unseren offenen Kamin. Aber die Dusche morgen früh wäre wahrscheinlich nicht wie bisher lauwarm, sondern saukalt ausgefallen. Weswegen Plumber John schon eine Art Retter in der Not war. Zwar könnte man aufgrund dieser extrem schnellen Reaktionszeit vermuten, er würde einen Fledermausumhang tragen, tatsächlich handelt es sich aber nicht um einen fliegenden Superhelden, sondern nur um unseren nächsten Nachbarn. Der wohnt zwar auch immerhin 150 Meter Luftlinie entfernt, aber das ist auch für einen netten Nachbarn und Bruder unseres Vermieters zu schaffen – er kam übrigens mit dem Auto. Auch irische Klempner haben kein Ersatzöltank auf der Ladefläche, weshalb er nur den Öltank kippen konnte, um uns zumindest heute Nacht ein bisschen Wärme und morgen Früh eine warme Dusche zu sichern. Und es scheint zu funktionieren. Die Heizung funktioniert zumindest schon wieder. Und Plumber John, unser Held, scheint auch den richtigen Knopf gefunden zu haben, um uns vielleicht endlich richtig heiße, anstatt nur warme Duschen zu ermöglichen. Möglicherweise können wir in Zukunft sogar heißes Badewasser einlassen und können uns das Nachfüllen des Badewassers mit dem Wasserkocher sparen. Aber wir wollen ja nicht gleich übertreiben. Vorerst tut’s uns auch eine funktionierende Heizung.

Dienstag, 1. Januar 2008

Silvester – Teil 4

An Silvester ließen wir es noch mal ganz ruhig angehen und spielten nach dem ausgiebigen Frühstück erst mal einen gepflegten „Siedler“. Am Abend wurde dann zu sechst geschnippelt, gekocht und gebrutzelt. Als Silverstermahl hatten uns Andi und ich am Vormittag unter fachkundiger Beratung des Metzger’s von Kinsale eine voluminöse Lammkeule als Haupt- sowie gefüllte Hähnchenfilets im Speckmantel ausgesucht. Die Starköche aus Portland zauberten dann unter Beihilfe von Schwaben, Schweizern und Iren ein wahrhaft würdiges Festmahl. Um Mitternacht deutscher Zeit begrüßten wir das neue Jahr mit Wunderkerzen, wogegen wir das irische neue Jahr mit Champagner willkommen hießen.

Leider war dann auch bald schon alles vorbei, denn unsere Gäste mussten am Neujahrstag leider schon um 9 Uhr am Flughafen einchecken. Und jetzt kommt uns unser Haus ganz leer vor…

Silvester – Teil 3

Am Sonntag war uns das Wetter so wohl gesonnen, dass wir vom Highfield aus ans Meer, von dort zum Bulman (wo wir den besten Platz im ganzen Pub hatten – direkt am offenen Kamin) und weiter zum Spaniard (dort gab’s zur Stärkung einen echten irischen Whiskey für die Jungs und Bailey’s für die Mädels) und schließlich ins White House (Seafood und Wein) wanderten, wo wir schließlich zu Abend gegessen haben. Auf dem ersten Teil hat uns der Nachbarshund Aussie begleitet, was sein Frauchen gar nicht so witzig fand. Sie hat ihn/ uns dann kurz vor dem Bulman gefunden und Benny gewaltsam ins Auto gezerrt hat - was wir dann nicht so witzig fanden (und Aussie wahrscheinlich auch nicht). Aber der Arme hätte möglicherweise wirklich nicht mehr zurück gefunden und hätte uns ins Bulman begleiten wollen.