Sonntag, 8. Juni 2008
Haarige Session
BBQ
Für unseren Grill war es das erste Mal überhaupt. Den hatten wir zwar noch in Deutschland gekauft, dort aber nicht mehr einweihen können. Und es war eine durchaus geglückte Premiere. Die Auswahl von Spießen hatten wir vom Metzger in Kinsale, der selbst aus Frankreich kommt und von deutschen Würsten aus dem Schwarzwald schwärmt. Seine Hühnchen-, Lamm- und Hackfleischspießchen waren aber auch nicht zu verachten…
Sonntag, 1. Juni 2008
Safari in Irland
Kurz vor dem Ziel legten wir einen Fotostop ein, um den Toe Head aus der Distanz zu fotografieren.
Wir kletterten auf den Felsen herum und hinunter bis zu den kleinen Buchten mit wunderbaren, einsamen Sandstränden. Zum Baden war es allerdings noch deutlich zu frisch, weshalb wir uns dann auf den Felsen niederließen, um die leider um diese Jahreszeit noch immer seltenen Sonnenstrahlen zu genießen. Von dort hatten wir einen klasse Ausblick über die Bucht. Doch bald war's vorbei mit der Idylle. Denn wir sichteten eine Rückenflosse in der Bucht. War das ein Delfin? Oder gar ein Hai? Immer wieder tauchte die Flosse auf, allerdings zu weit weg, um erkennen zu können, was es genau war. Also musste erst einmal das große Fernglas meiner Eltern her und schließlich wurde auch das große Safari-Objektiv samt Stativ heran geschafft, um Beweisfotos machen zu können. Kurze Zeit später war dann auch klar, dass es sich um einen oder gar mehrere Delfine auf Fischfang handelte.
Kaum waren die Rückenflossen verschwunden, tauchte unser nächster Spielgefährte auf. Robbie, der Seehund tauchte alle paar Minuten auf, schaute interessiert zu uns herüber und verschwand dann wieder in den Wellen. Kurze Zeit später tauchte er wieder auf - allerdings irgendwo ganz anders, was es schwierig machte, ihm mit dem Stativ zu folgen. Mit viel Geduld und dem langen Objektiv sind uns dann aber doch noch ein paar nette Fotos gelungen.
Samstag, 24. Mai 2008
Munster
Der diesjährigen Gegner hieß Toulouse und ist DER Spitzenclub in Europa. Toulouse hatte den Heineken Cup schon 3x geholt und noch kein Finale verloren.
Und auch dieses Mal führte Toulouse schnell mit 3:0. Aber dann kam alles ganz anders. Munster ging mit 10:3 in Führung und musste zwar bis zum Ende zittern (zwischenzeitlich stand es 13:13), gewann aber am Ende verdient mit 16:13. Wir sind Europameister! Wooooohoooo! Go, Muuuuuunsteeeeer!
Preghane
Nach 9 Monaten in Irland haben wir nun endlich in Erfahrung bringen können, was es denn mit dem Namen der Gegend um unser Haus auf sich hat. Die fleißigsten aller Blogleser mögen sich vielleicht noch erinnern, dass sogar unser Haus ursprünglich Preghane House hieß, bevor einer der Nachbarn den Hausnamen für sich beansprucht hat. Schon damals hatten wir überall herum gefragt, was denn Preghane bedeutet. Aber niemand konnte mit diesem Begriff etwas anfangen, obwohl alle darauf tippten, dass es wohl ein altes irisches oder gälisches Wort sei. Nun hat uns endlich jemand aufgeklärt.
Preghane ist ein altes irisches Wort für Krähe. Und folglich ist der Preghane Point eine Landspitze an der es schon immer außergewöhnlich viele Krähen gab. Und die gibt es ja heute noch. Vor allem im Winter fielen die in Scharen über die Gegend hier herein und machten sich einen Spaß daraus, im immerwährenden Winterwind zu segeln.
Die Geschichte erzählt, dass der Preghane Point ein sehr wichtiger Orientierungspunkt für die Fischer von Kinsale war - allerdings weniger optischer, sondern eher akustischer Art. Denn wenn die Fischer wieder einmal im dichten Nebel in den Hafen von Kinsale fahren wollten und die tückischen Klippen nicht sehen konnten, bedeutete ihnen das Gekrächze der Krähen, wo hinter der Nebelwand sich der Preghane Point befinden musste. Und so fanden sie trotz eingeschränkter Sicht immer ihren Weg in den sicheren Hafen von Kinsale. Und wenn die echten Fischer noch nicht ausgestorben sind, dann hören sie wahrscheinlich heute noch auf die Krähen…
Sonntag, 4. Mai 2008
Kinsale Sevens
Bei den Frauen waren die Schwedinnen die haushohen Favoriten – nicht nur bei den männlichen Zuschauern.
Gekämpft wurde aber in allen Kategorien und nach allen Regeln der Kunst.
Aber dass es nicht allen Teams (mitsamt ihren Fans) ums Gewinnen, sondern hauptsächlich um die Party drum herum ging, war ebenfalls nicht zu übersehen.
Diese Jungs hier sind übrigens haushoher Turnierfavorit.
Hausarbeit
Heute haben wir uns aber nun erstmals um die Außenanlage des Hauses gekümmert. Weil die auch so riesige Ausmaße hat, bin ich ja ganz froh, dass wir einen Rasentraktor haben. Als ich den heute aber aus der Garage geholt und genau inspiziert hatte, musste ich feststellen, dass ich ihn nicht starten konnte. In meiner Verzweiflung fragte ich unseren Nachbarn, den Plumber John, um Rat. Doch anstatt sich das Ding anzuschauen, hat er mir gleich seinen Rasentraktor mitgegeben. Also bin ich erst mal zum Highfield House zurück gekurvt und hab dann losgelegt. Das macht echt Spaß! Zumindest die erste halbe Stunde… Der Rasen war aber so hoch, dass ich nach fast jeder Runde den Sack leeren musste. Und bei der Größe der Rasenfläche musste ich ja auch ein paar Runden drehen…
Mit so einem Rasentraktor kommt man ja aber leider nicht wirklich in alle Ecken. Dafür gibt’s ja wieder spezielle Geräte, von denen ich dann prompt auch eins in unserer Garage gefunden habe. Ich hab’s dann auch geschafft es zum Laufen zu bekommen und zwischendurch zu reparieren. Auch das macht am Anfang richtig Spaß! Aber nach einer Stunde fällt einem dann fast der Arm ab. Und nach eineinhalb Stunden dröhnen einem die Ohren wie nach einem Livekonzert. Und weil es ja in Irland kaum einmal 4 Stunden am Stück nicht regnen kann, war ich dann zudem auch noch ziemlich nass. Aber zum Glück war ja die warm Stube nicht weit.
Als nächstes müssen wir nun Rasen ansäen. Und das in Irland. Man sollte doch denken, dass hier der Rasen von selber wächst. Man lernt halt nie aus.



